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Autor: Redakteur

Glasdruck: Hochwertige Kennzeichnung für Industrie & Maschinenbau

Glasdruck: Wenn Kennzeichnung nicht dekorativ sein soll – sondern dauerhaft

Glasdruck ist eine Technologie für Umgebungen, in denen Kennzeichnung wirklich funktionieren muss: Chemikalien, Hitze, UV-Licht, Reinigungszyklen, Dauerbetrieb. Besonders relevant ist Glasdruck überall dort, wo Glas ohnehin als Funktionsbauteil eingesetzt wird – etwa bei Gerätefronten, Abdeckscheiben und Touchscreen-Lösungen.

K.I.S. unterstützt Kunden bei robusten Kennzeichnungslösungen wie Typenschildern, Skalen, Frontfolien und individuellen Bauteilen – mit hoher Fertigungstiefe am Standort Kronau.


Was bedeutet Glasdruck?

Unter Glasdruck versteht man das direkte Bedrucken von Glas (oder glasähnlichen Substraten) mit langlebigen Farben bzw. Drucksystemen – je nach Anwendung zum Beispiel für:

  • Touchscreen-Fronten (Cover-Glas, Gerätefronten, Abdeckscheiben)
  • Bedien- und Anzeigenflächen (Frontscheiben, Gerätefenster)
  • Skalen, Zifferblätter und Messanzeigen
  • Kennzeichnungs- und Informationsschilder in anspruchsvollen Industrieumgebungen

Der Kernnutzen: Glas ist hart, formstabil, temperatur- und chemikalienresistent – und damit ein robuster Träger, wenn die Umgebung anspruchsvoll ist.


Die 7 wichtigsten Vorteile von Glasdruck in Industrie- und Touchscreen-Anwendungen

1) Kratzfestigkeit & Abriebfestigkeit

Gerade bei Touchscreen-Oberflächen und häufig berührten Bedienbereichen zählt die Oberflächenhärte. Glas ist hier gegenüber vielen Kunststoffen im Vorteil – besonders bei regelmäßiger Reinigung und hoher Nutzerfrequenz.

2) Hohe UV- und Farbstabilität

Wenn Kennzeichnung dauerhaft Licht ausgesetzt ist (Sonnenlicht, UV-Anteile aus Beleuchtung), ist Farbstabilität entscheidend – etwa bei Skalen, Warnhinweisen oder Statusanzeigen auf Gerätefronten.

3) Beständigkeit gegen Chemikalien & Reinigungsprozesse

Industrie, Labor, Medizintechnik: Wer aggressive Reiniger, Lösungsmittel oder Desinfektion kennt, weiß, dass Beständigkeit eine Spezifikation ist – keine Hoffnung. Glasdruck wird häufig genau dort eingesetzt, wo Oberflächen regelmäßig und intensiv gereinigt werden.

4) Präzision bei feinen Linien, Skalen und Markierungen

Skalen und Anzeigen profitieren von sauberer Kantenschärfe, reproduzierbaren Strichstärken und klarer Lesbarkeit – ein zentraler Vorteil für Mess- und Bedienkonzepte.

5) Optische Qualität

Bei Touchscreen- und Display-Anwendungen spielt die optische Wirkung eine große Rolle: Glas kann Transparenz und eine hochwertige Anmutung liefern – passend für Gerätefronten, Sichtfenster und Anzeigen.

6) Temperaturstabilität

Je nach Glasart und Aufbau sind Anwendungen möglich, bei denen Kunststoffe an Grenzen kommen (Verzug, Vergilbung, Spannungsrisse).

7) Wertigkeit und Haptik

Manche Anwendungen müssen nicht nur funktionieren, sondern auch zur Marke passen. Glasoberflächen wirken in vielen Geräten hochwertig und langlebig – besonders bei Bedienfronten und Touchscreen-Interfaces.


Typische Einsatzbereiche für Glasdruck

Glasdruck ist besonders sinnvoll, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:

  • Touchscreen-Gerätefronten (Cover-Glas, Design- und Funktionsdruck, Markierungen)
  • Dauerhafte Kennzeichnung statt kurzfristiger Beschriftung
  • Hohe mechanische Beanspruchung (Wischen, Scheuern, Bedienkontakt)
  • Chemische Belastung (Reiniger, Öle, Lösungsmittel)
  • Temperaturwechsel / Hitze
  • Hohe Anforderungen an Lesbarkeit & Präzision (Skalen, Messpunkte, Markierungen)

Glasdruck vs. Alternativen: Wann ist Glas die beste Wahl?

Glasdruck ist eine starke Lösung – aber nicht für jeden Anwendungsfall automatisch die wirtschaftlichste. Eine pragmatische Einordnung:

  • Frontfolien / Kunststofflösungen: flexibel, oft kosteneffizient, gut für viele Standard-Anwendungen
  • Metallschilder (Alu/Edelstahl): sehr robust, breit etabliert, viele Veredelungen möglich
  • Glasdruck: ideal, wenn Oberflächenhärte, optische Qualität, chemische Beständigkeit oder Touchscreen-Fronten im Fokus stehen

Gerade bei Touchscreen-Lösungen ist Glas oft ohnehin gesetzt – dann lohnt es sich, Funktion, Design und Kennzeichnung direkt auf dem Glas zu integrieren.


Worauf sollten Kunden beim Glasdruck (insbesondere für Touchscreen) achten?

Hier passieren die klassischen „später wird es teuer“-Fehler. Die wichtigsten Punkte:

1) Einsatzumgebung eindeutig definieren

  • Temperaturbereich (min/max)
  • UV-Exposition
  • Kontakt mit Reinigern, Lösungsmitteln, Ölen
  • Mechanische Beanspruchung (Bedienhäufigkeit, Wischen, Scheuern)

2) Touchscreen-spezifische Anforderungen berücksichtigen

  • Bedienkonzept: Handschuhbedienung, Feuchtigkeit, Reinigungsmodus
  • Optik: Transparenzbereiche für Displays, Abdeckungen, Sichtfenster
  • Markierungen: Symbole, Piktogramme, Funktionsbereiche, Skalen
  • Geometrie: Ausschnitte, Bohrungen, Kantenbearbeitung (relevant für Montage und Bruchrisiko)

3) Lesbarkeit & Kontrast professionell planen

  • Betrachtungsabstand und Beleuchtung
  • Schriftgrößen, Linienbreiten, Kontrast (Tag/Nacht)
  • Antireflex-/Oberflächenanforderungen (falls vorgesehen)

4) Datenqualität entscheidet über Ergebnis und Serie

  • Vektordaten statt Pixelbilder
  • Schriften in Pfade/Outlines
  • Klare Farbangaben (je nach Prozess)
  • Versionierung der Daten (wichtig für Nachbestellungen und Varianten)

Typischer Projektablauf für Glasdruck bei K.I.S.

Ein bewährter Ablauf (gleichzeitig eine belastbare Checkliste):

  1. Anforderung & Anwendung klären (Umgebung, Lebensdauer, Touchscreen/Display-Anteil)
  2. Material- und Konstruktionsauswahl (Glasart, Aufbau, ggf. Kombination mit weiteren Komponenten)
  3. Datencheck (Druckdaten, Kontrast, Skalengenauigkeit, Freigabemuster)
  4. Bemusterung (Funktion, Lesbarkeit, Montage- und Bedientests, ggf. Touchscreen-Integration)
  5. Produktion & Qualitätsprüfung
  6. Dokumentation & Nachbestellfähigkeit (Versionierung, eindeutige Artikelkennzeichnung)

FAQ zu Glasdruck und Touchscreen-Fronten

Eignet sich Glasdruck für Touchscreen-Gerätefronten?

Ja. Glasdruck wird häufig genutzt, um Funktionsbereiche, Symbole, Markenoptik und präzise Markierungen direkt auf dem Cover-Glas abzubilden – robust und dauerhaft.

Wie langlebig ist Glasdruck?

Bei passender Spezifikation ist Glasdruck für sehr lange Standzeiten geeignet – insbesondere bei UV, Chemie und mechanischer Beanspruchung.

Welche Druckdaten sind empfehlenswert?

In der Regel liefern Vektordaten, klare Farbvorgaben und definierte Umgebungsbedingungen die besten Ergebnisse – insbesondere bei feinen Linien und Skalen.


Fazit: Glasdruck ist eine Entscheidung für belastbare Gerätefronten und langlebige Kennzeichnung

Glasdruck eignet sich überall dort, wo Kennzeichnung und Design langfristig stabil bleiben müssen. In Kombination mit Touchscreen-Gerätefronten kann Glasdruck zudem Funktion, Optik und Robustheit in einem Bauteil verbinden – ein Vorteil für anspruchsvolle Industrieanwendungen.

Präzision am Puls der Zeit: K.I.S. Kronauer im Porträt beim Fachmagazin „Maschinenmarkt“

In der Welt der industriellen Kennzeichnung und der Herstellung von Zifferblättern für Luxusuhren entscheiden oft Bruchteile von Millimetern über die Qualität. Wir freuen uns sehr, dass das renommierte Fachmagazin Maschinenmarkt (Vogel Communications Group) in einem aktuellen Artikel über unsere Fertigungsphilosophie und unsere Zusammenarbeit mit der Firma Kohler Maschinenbau berichtet hat.

Worum geht es in dem Artikel?

Unter dem Titel „Entspannt richten – am Puls der Zeit“ gibt das Magazin tiefe Einblicke in unsere Produktion in Kronau. Der Fokus liegt dabei auf der Verbindung von historischem Handwerk (unsere Wurzeln reichen bis ins Jahr 1912 zurück) und hochmodernen Richtverfahren.

Besonders hervorgehoben wird:

  • Exklusive Qualität: Wie wir für namhafte Luxusuhrenhersteller Zifferblätter mit höchster Brillanz und Wertigkeit fertigen.
  • In-House-Produktion: Von der Druckvorstufe über Sieb- und Offsetdruck bis hin zur mechanischen Weiterverarbeitung findet alles unter unserem Dach statt.
  • Präzision durch Technik: Der Einsatz moderner Richtmaschinen sorgt dafür, dass unsere Metalloberflächen absolut plan und spannungsfrei sind – eine Grundvoraussetzung für die anschließende Veredelung und den Rundschliff.

Qualität, die man sieht und fühlt

Geschäftsführer Stefan Stange bringt es im Artikel auf den Punkt: „Wir fertigen alles, was es zum Anzeigen, Bedienen, Ablesen und Kennzeichnen gibt.“ Dass unsere 35 qualitätsverliebten Mitarbeiter nun auch in der Fachpresse für ihre Detailarbeit gewürdigt werden, macht uns stolz. Es bestätigt unseren Weg, auf kleine und mittlere Serien mit maximaler Güte zu setzen.

Möchten Sie den vollständigen Fachartikel lesen? Den detaillierten Bericht über unsere Fertigungsverfahren und die technologischen Hintergründe finden Sie direkt beim Maschinenmarkt: Zum Original-Artikel auf Maschinenmarkt.de

Auszeichnung: K.I.S. Kronauer Industrieschilder gehört zu den TOP 100

Überlingen – Die K.I.S. Kronauer Industrieschilder GmbH aus Kronau hat bei der 26. Ausgabe des Innovationswettbewerbs TOP 100 den Sprung unter die Besten geschafft. Das Unternehmen wird am 28. Juni von dem Mentor des Wettbewerbs, Ranga Yogeshwar, sowie dem wissenschaftlichen Leiter des Vergleichs, Prof. Dr. Nikolaus Franke, und compamedia in der Frankfurter Jahrhunderthalle ausgezeichnet. Anhand einer wissenschaftlichen Systematik bewertet TOP 100 das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen. In dem unabhängigen Auswahlverfahren überzeugte das Unternehmen mit 33 Mitarbeitern besonders in der Kategorie „Organisation und Prozesse“.

Das TOP 100-Unternehmen aus Kronau fertigt Frontfolien, Skalen und Zifferblätter, Frontblenden, Verbundplatten, Kennzeichnungs- und Typenschilder aus Metall oder Kunststoff an. Zur Verarbeitung des Materials wird Energie benötigt. Ein wichtiges Thema ist daher der Energieumsatz im Unternehmen. Mit einer intelligenten Klimatisierung ist es K.I.S., dessen Öfen und Stanzen im eigenen Haus viel Energie verbrauchen, gelungen die Abwärme zu nutzen, ohne die sensiblen Druckprozesse zu beeinträchtigen.

Wie wurde dies erreicht? Ein Kabel- und Versorgungsschacht, der unter der Fabrik hindurchführt und mit dem Schornstein verbunden ist, wird als Wärmetauscher eingesetzt: Im Winter nutzt er die warme Abluft, um die Außenluft vorzuwärmen, und im Sommer sorgt er für kühlere Temperaturen in den
Produktionsräumen. Außerdem wird das Energiemanagement optimiert. Bislang liegen die Einsparungen durch Prozessinnovationen schon bei 25 Prozent, doch dies ist nicht das Ende der Fahnenstange. So soll künftig der Energieverbrauch direkt durch das ERP-System gesteuert und optimiert werden. „Wir sind momentan noch dabei, eine Schnittstelle zu entwickeln, über die wir den Energieeinsatz an der Maschine automatisch an die Erfordernisse des jeweiligen Produktionsauftrags anpassen können“, berichtet Geschäftsführer Stefan Stange, der noch weitere Innovationsideen in petto hat, damit die Erfolgsstory der K.I.S. weitergeht.

TOP 100: der Wettbewerb

Seit 1993 vergibt compamedia das TOP 100-Siegel für besondere Innovationskraft und überdurchschnittliche Innovationserfolge an mittelständische Unternehmen. Die wissenschaftliche Leitung liegt seit 2002 in den Händen von Prof. Dr. Nikolaus Franke. Franke ist Gründer und Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien. Mentor von TOP 100 ist der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Projektpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der BVMW. Als Medienpartner begleiten das manager magazin, impulse und W&V den Unternehmensvergleich. Mehr Infos unter www.top100.de.